Individuelle Grabmale

In Zusammenarbeit mit den Angehörigen möchte ich Grabzeichen entwickeln, die in Form und Material unverwechselbar mit dem Verstorbenen in Verbindung stehen. Ich nenne diese individuellen Grabzeichen denkwerke, weil vor ihrer Realisierung ein geistiger Prozess steht.

Erzählen Sie mir von dem Verstorbenen. Welche Farben, Landschaften, Baustile, Möbel, Pflanzen, usw. hat er gemocht? Liebte er das Meer oder das Gebirge? Was waren seine Abneigungen? Wie war seine Lebensanschauung? Womit hat er seinen Tag verbracht?
So finden wir das passende Material und die einzigartige Form, denn jeder Mensch ist einzigartig und die Welt würde sich anders drehen, hätte es ihn nicht gegeben.

Die Wahl des Materials ist entscheidend – sie prägt Ausdruck und Dauer eines Grabzeichens.
Neben Stein und Holz kommen auch Glas, Blei, Eisen, Kupfer, Bronze oder widerstandsfähige Kunststoffe in Betracht. 

denkwerke – individuelle Grabmale

Ein denkwerk für Jürgen Linke

Jürgen Linke war ein sozial sehr engagierter Mensch. Als Pädagoge und Psychologe arbeitete er viel mit arbeitslosen Jugendlichen, bis er sich der „systemischen Familientherapie“ zuwandte.

Sandstein-Stuhl mit Inschrift „Leitschnur Eures Handelns sollte Lebensfreude sein“ – Grabmal Jürgen Linke
Aufeinandergeschichtete Findlinge mit eingravierten Buchstaben und Zahlen – Grabmal für Ruven Ray

Ein denkwerk für Ruven Ray

Nach dem Tod des 6 Monate alten Ruven Ray geriet alles durcheinander: Das Leben mit all seiner scheinbaren Ordnung.

Ein denkwerk für Jürgen Henze

Jürgen Henze wurde in den letzten Kriegstagen im Berliner Wedding geboren. Im Alter von zehn Jahren wurde eine Tuberkulose bei ihm diagnostiziert und er wurde, wie es damals üblich war, auf eine Isolierstation eingewiesen.

Gespaltener Findling mit geöffneten Hälften und vergoldetem Inneren – Grabmal für Jürgen Henze
Grabstein aus rotem Sandstein – Denkwerk für Ursula Schwarzer von Michael Spengler

Ein denkwerk für Ursula Schwarzer

Das denkwerk für Ursula Schwarzer entstand 2003 im Rahmen des ökumenischen Kirchentages.

Galerie im Schneewittchensarg

Im ehemaligen Bestattungswagen – dem Schneewittchensarg – entstehen Ausstellungen zu den großen Themen des Daseins: Leben, Liebe und Tod.

Michael Spengler beim Aufbau der Ausstellung „I'll dance at your funeral if you dance at mine“ in der Galerie im Schneewittchensarg