Ein denkwerk für Stefan Weiße 

Stefan Weiße studierte Elektrotechnik und noch zu DDR- Zeiten baute er sich seinen ersten Rechner aus Einzelteilen eigenhändig zusammen. Nach der Fall der Mauer gründete er eine IT- Firma und war deren Entwicklungsleiter.
Er galt als bescheiden und anspruchslos in Bezug auf seine eigenen Person aber ehrgeizig in seinem Beruf.
 
Das galt auch für den Sport. Er war ein guter Ruderer.
In einem Vierer gewann er eine Golmedaille bei den Olympischen Spielen.
Bei Rudern hatte er auch seine Frau kennen gelent. Neben den gemeinsamen Kindern war es das, was das Ehepaar verband.
 
Das denkwerk für Stefan Weiße besteht aus zwei Stelen, die eng aneinander gestellt sind. Ein Ruderblatt, ein Skull, ist als Negativ in beide Steine gearbeitet. Es nimmt sowohl Bezug auf das Verbindende des Ehepaares, wie auch auf die Möglichkeit, durch eigene Hände Kraft voranzukommen.
 
Sein Firmenzeichen, bestehend aus hintereinander gereihten Schaltkreissymbolen, steht zwischen seinem Geburts- und Sterbedatum. Nicht sein Name, nur das Symbol ist vergoldet.

Grabstein als Doppelstele mit Ruderblatt-Form – Denkwerk für Stefan Weiße von Michael Spengler
Detail der Negativform eines Ruderblatts in zwei Stelen – Denkwerk für Stefan Weiße
Vergoldetes Schaltkreissymbol im Grabstein – Denkwerk für Stefan Weiße

Idee und Ausführung

denkwerk in Zusammenarbeit mit der Ehefrau und den Kindern

Maße

140 x 70 x 25 cm

Material

Cottaer Sandstein und Blattgold

Aufgestellt

im Oktober 2017 auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf bei Berlin