Ein denkwerk für Irmtraut Wecks

Dr. Irmrtaut Wecks war Kunsthistorikerin und hat sich viel mit Caspar David Friedrich auseinandergesetzt.
Sie liebte die Insel Rügen.
Eine ihrer letzten Poesien, die sie im Angesicht ihrer Krankheit schrieb, endete mit den Worten „Ich will“.
Das war auch ihr Lebensmotto und es half ihr, alle Tiefen zu durchschreiten.
 
Gemeinsam mit den Angehörigen wurde der Findling ausgewählt.
Es ist ein Granit, der während der vorletzten Eiszeit in der Geschiebemasse des Gletschers aus Skandinavien bis nach Norddeutschland verbracht wurde und wie man sie zu Tausenden auf der Insel Rügen findet.
Durch seine schlanke Form erinnert er sowohl an einen archaischen Wächterstein, wie auch an das Gemälde „Kreidefelsen auf Rügen“ von C. D. Friedrich.
 
Ein Ausdruck menschlichen Willens und die Voraussetzung von Architektur und Bautätigkeit überhaupt, ist seit ewigen Zeiten das Spalten von Stein.
Nur so ist Stein handhabbar zu machen, oder in eine Form zu bringen.
 
Der Granitfindling wurde nach alter, überlieferter Tradition mit Keilen gespalten.
 
Der Wille steht, auch wenn der Mensch schon gefallen ist…

Granit-Findling als Grabstein – Denkwerk für Irmtraut Wecks von Michael Spengler

Idee und Ausführung

denkwerk, in Zusammenarbeit mit den Angehörigen

Maße

150 x 50 x 50 cm
Gewicht beider Hälften circa 1 Tonne

Material

Granitfindling

Aufgestellt

am 23.11.2001 auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Berlin-Lichtenberg

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