In einem katholischen Umfeld aufgewachsen, studierte Martin Schenkel zuerst Germanistik auf Lehramt und anschließend Bibliothekswesen.
Nach seinem Studium arbeitete er lange Zeit in der Bibliothek des Deutschen Bundestages, später im Familienministerium leitend im Themenfeld „Bürgerschaftliches Engagement“.
Er interessierte sich für Literatur, Psychologie und ethische Fragen. Als der römisch‑katholischer Priester, Theologe und Psychoanalytiker Eugen Drewermann aufgrund von kritischen Äußerungen als Priester suspendiert wurde, trat er aus der Kirche aus.
Bereits in seiner Jugend und besonders nach seiner Pensionierung beschäftigte sich Martin Schenkel mit der Fotografie und eröffnete den „Möglichkeitsraum für FotoGraphischer Bildner“.
In seinem denkwerk ist ein ein Foto eingearbeitet, welches er am Meer gemacht hatte. Man sieht Wellen und den fernen Horizont. Das Foto ist in einem satten, ultramarinen Blauton gehalten.
Das quadratische Foto wurde in einen Jura- Kalkstein eingepasst, der horizontal unterteilt ist. Die untere Hälfte nimmt die Wellenstruktur des Fotos auf und ergänzt sie nach unten. Nach oben, zum Horizont hin, ist der Stein glatt geschliffen. Auf der Horizontlinie stehen die Worte: „PLUS ULTRA“. (mehr darüber hinaus). Sie sind das Gegenstück zu „non plus ultra“ (nicht mehr weiter), das traditionell als Warnung an den Säulen des Herakles stand – dem mythischen Ende der bekannten Welt.
Über dem vom ihm gemachten Foto stehen diese beiden Worte sinnbildlich für seinen lebenslangen Versuch, die ihm vorgegebenen Denkhorizonte zu überwinden.
Idee und Ausführung
denkwerk in Zusammenarbeit mit Sabine Schenkel
Maße
75 cm x 40 cm x 20 cm
Material
Jura-Kalkstein, Blattgold und eine Fotografie auf Alu-Dibond
Aufgestellt
im Januar 2024 auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof an der Chausseestrasse in Berlin-Mitte