Fürbittenstein Gertrauden-Krankenhaus

Fürbittenstein Gertraudenkrankenhaus
Einweihung des Fürbittensteins am Gertraudenkrankenhaus in Berlin

Ein Licht und Torstein für den Garten des Gertrauden-Krankenhauses in Berlin

Ihr Mann war umsorgt im Gertrauden-Krankenhaus in Berlin gestorben. Nach der Beerdigung wurde ein Grabstein gekauft und sein Name eingraviert. So ganz zufrieden war die Frau des Verstorbenen nicht. War es wirklich der passende Stein?

Zur gleichen Zeit erhielt die Ehefrau eine Nachricht von einem anderen Friedhof. Ein alter, sehr großer Grabstein aus rauem Granit, der Grabstein Ihrer Familie, musste abgeräumt werden, weil die Ruhefrist abgelaufen war. Sie hatte keine guten Erinnerungen an diesen Stein, an die traurigen Friedhofsbesuche, die Sie als kleines Kind mit der Mutter zu absolvieren hatte.


Der Stein wurde von denkwerk/Michael Spengler abgeräumt und in der Werkstatt in vier Teile gespalten. Nach Herausnahme des mittleren Teils ergab sich eine Torsituation. Dieses Tor sollte eigentlich im Garten der Ehefrau aufgestellt werden.

Zur gleichen Zeit suchte das Gertrauden-Krankenhaus nach einem Objekt für Ihren Garten. Es sollte ein „Licht und Fürbittenstein“ sein, an dem die Angehörigen eine Kerze für Ihre im Krankenhaus Verstorbenen anzünden konnten.


Die Ehefrau, deren Mann in eben diesem Krankenhaus gestorben war, konnte sich keinen besseren Ort für den alten, schweren und nunmehr lichtdurchfluteten Stein mit dem vergoldeten Durchbruch vorstellen.
Der herausgebrochene, mittlere Teil wurde vor das Tor gelegt und mit zahlreichen Vertiefungen versehen.

Hier kann sie zusammen mit vielen anderen trauernden Menschen Kerzen entzünden…

Idee und Umsetzung

denkwerk in Zusammenarbeit mit der Ehefrau und dem Pfarrer des Gertrauden-Krankenhauses

Maße

140 x 100 x 30 cm

Material

rötlicher Granit und Blattgold

Aufgestellt

im April 2016

Arbeitsprozess

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