In ihrer Kunst hat sich Dorothy Iannone mit der Liebe und deren erotischer Spielarten zwischen Frau und Mann auseinandergesetzt.
In den 70er Jahren zensierte man ihre von Befreiung weiblicher Sexualität bestimmten Arbeiten noch oft.
Berlin wurde für die aus Boston stammende Künstlerin zur Wahlheimat und ihr für weibliche Selbstbestimmung bahnbrechendes Werk ist inzwischen weltweit anerkannt.
In Ihrer Arbeit, wie auch in ihrem Leben, suchte sie nach der „vollkommenen Liebe“.
Ob sie diese gefunden hat? Vielleicht im Zusammenleben mit ihrem langjährigen Freund, Dieter Roth?
Ein von ihr oft verwendeter Satz war:„Love is forever, isn’t it“!?. Ein Spruch, den Außenstehende sowohl affirmativ und pädagogisch nachhakend, wie auch zweifelnd verstehen könnten.
Das denkwerk für Dorothy besteht aus einem besonderen Marmor. Er stammt aus dem hellenistischen Saal des Berliner Pergamonmuseums. Der Durchbruch zwischen Vor- und Rückseite nimmt in seiner Ausprägung zusammen mit der eingelassene Glaskugel Bezug auf ihre Kunst.
Ist hier ein Herz dargestellt, eine Vagina samt Klitoris oder ein Engel?
Auf der Rückseite ist der Satz in Stein gehauen und vergoldet, der sie ihr Leben lang begleitet hat und ohne Satzzeichen am Ende: LOVE IS FOREVER ISN’T IT
Idee und Ausführung
denkwerk in Zusammenarbeit mit Doris Wolter
Maße
Estremoz (portugisischer Marmor, Glaskugel und Blattgold
Material
105 cm x 35 cm x 12 cm
Aufgestellt
im Oktober 2024 auf dem Friedhof an der Heerstraße in Berlin