Ein denkwerk Liselotte Gras

Liselotte Gras wurde in Nidden auf der Kurischen Nehrung in Ostpreußen geboren. Ihr Vater, wie auch die meisten ihrer neun Geschwister waren Fischer. 
Eines Tages sah die bekannte Ausdruckstänzerin Gret Palucca sie am Strand tanzen und war begeistert. Sie überredete die Eltern, Liselotte nach Berlin an die Fachschule für Gymnastik und Tanz zu schicken.
Später besuchte sie dann die Gret Palucca Hochschule in Dresden.

Sie liebte die Natur, die Vögel, die Wolken, das Meer und sah in ihnen die Bewegung, die sie so liebte.

Das denkwerk für Liselotte ist vertikal durch eine geschwungene Linie unterteilt. Auf der rechten Seite ist der Stein poliert. Auf der Oberfläche des Jura- Kalksteines erkennt man Versteinerungen von Muscheln, Ammoniten und Donnerkeilen, Zeugen des bewegten Lebens von vor 150 Millionen von Jahren. Die Buchstaben „LILO“ sind dort eingearbeitet – so wurde sie von ihrer Familie und Freunden immer genannt. 
Auf der linken Seite sind die horizontalen Schwünge der Wellenstruktur des Meeres eingearbeitet. Sie basieren auf einem Originalabguss des sog. „Rippelmarkenmusters“, was das zurückgehende Wasser bei Ebbe auf dem Sandstrand hinterlässt.
Auf der Rückseite des Steins sind in Spiegelschrift die Namen Orte in Stein gehauen, in denen sie geboren wurde und gestorben ist…

Grabstein aus Jura-Kalkstein mit geschwungener Teilung, polierter Fläche und Wellenstruktur
Rückseite eines Grabsteins mit eingearbeitetem Schriftzug „Nidden“ in Spiegelschrift

Idee und Ausführung

denkwerk in Zusammenarbeit mit ihrem Sohn

Maße

90 x 45 x 22 cm

Material

Jura Kalkstein und Blattgold

Aufgestellt

im Mai 2024 auf dem alten Matthäusfriedhof in Berlin-Schöneberg

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